Fallstudie 1: Lokale Wasserstoff-Detonation in einem Versuchsraum

Die Aufgabe
Eine mögliche Schutzmaßnahme gegen unbeabsichtigte H2-Freisetzungen besteht im sicheren Einschluss der maximal möglichen Verbrennungslast. Für einen Wasserstoff-Versuchsraum des KIT musste die maximal zulässige dynamische Drucklast ermittelt werden.


Durchgeführte Arbeiten
Mit speziell entwickelten Verbrennungseinheiten wurden im Versuchsraum lokale H2-Luft Detonationen mit zunehmend größeren H2-Inventaren durchgeführt (1 bis 16 g H2). Die auftretenden Drücke und Wandauslenkungen wurden gemessen und theoretisch berechnet.


Ergebnisse
Die  berechneten lokalen Drucklasten stimmten sehr gut mit den Messungen überein. Die strukturdynamische Simulation ergab, dass alle tragenden Komponenten des Versuchsraums nur im elastischen Bereich belastet werden solange die umgesetzte Wasserstoffmenge unter 20 g bleibt. Der Raum ist daher für Versuche mit  H2-Freisetzungen und Zündung jeder Art bis zu 20 g qualifiziert. Die passive Schutzfunktion anderer Räume lässt sich analog bestimmen.

 

Case1


Lokale Wasserstoffdetonation im Versuchsraum mit 16g H2-Inventar.

 

Case2

Numerische Simulation der H2-Detonation im Versuchsraum (COM3D Programm).